Hilfe!

Es hat ja sicher jeder mitbekommen, was Anfang November auf den Philippinen los war. Zur Erinnerung: Taifun Haiyan, einer der st├Ąrksten Taifune, die jemals auf diesem Planeten w├╝teten, hat auf seinem Weg vom tiefen Pazifik bis zum asiatischen Festland die Philippinen gekreuzt und auf ihnen sein Unwesen getrieben. Er war dabei ziemlich gr├╝ndlich und hat┬áschwerste Zerst├Ârungen┬áverursacht.

Ich hab vor ein paar Wochen von der M├Âglichkeit Wind bekommen, als Volunteer auf die Philippinen zu fliegen und beim Wiederaufbau mitzuwirken. Da hab ich mir gedacht, Mensch, mal wieder ordentlich Knucken auf sinnvolle Art und Weise, da hab ich tierisch Bock drauf! Und hab mich daf├╝r beworben. Vor ein paar Tagen hab ich dann die Zusage bekommen, dass ich mich dem Team von Young Pioneers Disaster Response anschlie├čen darf. Morgen fr├╝h gehts los. Die n├Ąchsten zwei Wochen werd ich auf Bantayan Island mein Bestes geben. Yeeha! Das wird super!

So, warum ich das hier schreibe? Nat├╝rlich weil die gr├Â├čte Anzahl an Volunteers zum Wiederaufbau nichts bringt, wenn kein Baumaterial da ist. Und das kostet Geld. Dieses kann die Organisation dringend gebrauchen! Also, es w├Ąre klasse, wenn ihr ein wenig dazu beitragt, den Leuten dort wieder ein Dach ├╝ber dem Kopp zu verschaffen. Schaut mal auf www.ypdr.org┬ávorbei, dort ist noch eindrucksvoller beschrieben, wozu Hilfe ben├Âtigt wird und auch wie ihr helfen k├Ânnt!

Hier noch ein wenig Motivation von den Leitern von Young Pioneers:

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Ein Tagesausflug zu einer hei├čen Quelle

Hier mal ein paar Bilder von einem Tagesausflug, den wir vor zwei Wochen gemacht haben. “Wir” sind in diesem Falle meine franz├Âsischen Mitbewohner Victor, Nicolas und Quentin, unser sudanesischer Mitpraktikant Mazin und zwei seiner Freunde, der ├ägypter Loi und der Syrier Monnes. Ach ja, und ich.

Rajan, ein indischst├Ąmmiger Malaysier aus der Werkstatt unserer Company, hatte uns von einer hei├čen Quelle ganz in der N├Ąhe von Kuala Lumpur berichtet, die sehr lohnenswert, aber dennoch kaum bekannt ist. Die aber dementsprechend auch nicht leicht zu finden ist. Wir habens aber geschafft! Und ein ziemlich sch├Ânes Fleckchen Erde gefunden. Die Quelle selber war an manchen Stellen schon zu warm, um es l├Ąnger als f├╝nf Minuten drin aushalten zu k├Ânnen. Nebenan gab es aber einen Fluss zum Abk├╝hlen (Naja, was hei├čt abk├╝hlen… der Fluss hatte auch mit Ruhe 25 Grad…). War ein ganz witziger Tag!

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Arbeiten im M├╝ll

Die gute Firma Stream Environment, bei der ich mein Praktikum mache, stellt M├╝lltransportsysteme her. Diese Anlagen werden zum Beispiel in Hochh├Ąusern eingebaut. Die haben dann auf jedem Stock eine Ladestation, in der man seinen M├╝llsack reinschmei├čen kann, der dann ├╝ber Rohrleitungen in einen Container transportiert wird. Aktuell haben wir bei uns in der Versuchshalle ein v├Âllig neuartiges System zur Erprobung stehen, in dem ein Molch den M├╝ll vor sich her schiebt.

Dieses System haben wir bislang mit sch├Ân trockenem M├╝ll wie alte Plastikflaschen und anderes Zeug, was nicht schlecht wird, getestet. Das klappte alles wunderbar, nur muss ja auch auch mal untersucht werden, wie sich dieses System mit richtig echtem M├╝ll verh├Ąlt! Das passiert in diesen Tagen. Und es ist…. nun ja, sehr speziell ;-)

Jeden Morgen holen wir M├╝ll von einem recht gro├čen Wohnkomplex, M├╝ll, wie er in jedem Haushalt so produziert wird. Man muss dazu sagen, dass es in Malaysia keine M├╝lltrennung gibt. Das hei├čt, es wird alles in die gleiche Tonne geschmissen. Insbesondere halt auch Biom├╝ll…. Das macht die Zusammensetzung dieses M├╝lls ganz besonders herrlich! Essensreste, Pampers, auch tote Tiere wurden schon gesichtet. Und je nachdem, wie alt dieser M├╝ll schon ist, auch viele, viele Maden!
Unsere Aufgabe ist es nun, morgens den M├╝ll in M├╝lltonnen zu sammeln (an sich stehen die M├╝lltonnen an Pl├Ątzen, wo die Leute sowieso ihren M├╝ll hinschmei├čen, nur wird der M├╝ll aus welchen Gr├╝nden gr├Â├čtenteils neben statt in die Tonnen geworfen…), danach den M├╝ll in unser System zu laden um ihn abschlie├čend vom Sammelcontainer unseres Systems in einen anderen M├╝llcontainer umzuladen.

Das alles ist so herrlich widerlich, dass es echt schon irgendwie wieder witzig ist. Sch├Ân ist vor allem auch, dass sich dieser Geruch so langsam bei uns in der Versuchshalle einnistet. Wirklich sch├Ân ;-)

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Monsun

In Malaysia herrscht gerade Monsun. Regenzeit. Das hei├čt: Schwer abwechslungsreiches Wetter. ├ťber die Dauer eines Tages betrachtet… ├ťber die Dauer eines Tages hinaus eher nicht so, wie diese Wettervorhersage f├╝r Kuala Lumpur verdeutlicht ;-)

Weather Forecast small

Sie ist tats├Ąchlich bislang so eingetreten. Sehr verl├Ąsslich kann man sich momentan auf das nachmitt├Ągliche Gewitter verlassen. Dieses macht das Arbeiten bei uns im B├╝ro zu einem gro├čen Spa├č. Der furiose Regen kreiiert gemeinsam mit dem Wellblechdach unserer Company eine fulminante L├Ąrmkulisse, die jegliche Kommunikation im Keim ersticken l├Ąsst.┬á Da mach ich mir dann doch lieber nen Tee. Das Gute ist auch, dass die Luft durch den Regen etwas abk├╝hlt und der Gang auf die Stra├če etwas ertr├Ąglicher wird.

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Christmas Musical

Things to do before you die:

- Stille Nacht auf Deutsch alleine vor ├╝ber 300 Malaysiern singen.

–> Check!

Letzen Sonntag hab ichs durchgezogen. Im Nachhinein musikalisch gesehen eine sehr fragw├╝rdige Entscheidung. Was mir insbesondere nach dem ersten Anh├Âren der Aufnahmen davon sehr deutlich wurde ;-) ┬áAber hey! Wer hat noch nie von dieser Sache getr├Ąumt? ;-)

Tja, wie es dazu gekommen ist?

Der Grund daf├╝r ist die Katholische Hochschulgemeinde der Putra University in Serdang, was ganz in der N├Ąhe meines trauten Heimes hier liegt. Genauer gesagt ist es deren Christmas Musical-Auff├╝hrung, die vergangenen Sonntag ├╝ber die B├╝hne lief.

Anfang November bin ich auf nem Samstag Abend zur besagten Hochschulgemeinde gewandert, um einfach mal zur Messe zu gehen. Prompt wurde mir ein Beitrittsformular zu dieser Hochschulgemeinde in die Hand gedr├╝ckt! Mit dem dezenten Hinweis, dass f├╝r das Musical noch Chormitglieder gesucht w├╝rden. Och ja, warum eigentlich nicht, hab ich mir dann gedacht und bin fortan drei- bis viermal die Woche zur Chorprobe gestiefelt (Yup, das ist auch der Grund, warum es schon etwas her ist, seit ich auf dieser Seite etwas gepostet habe…) Ganz erfrischend war an dieser Geschichte vor allem, dass ich in dieser Runde (dazu geh├Ârten neben dem Chor noch die Band, die T├Ąnzer, Schauspieler und Techniker. Insgesamt ├╝ber 70 Leute!)┬á ausnahmsweise der einzige Typ aus der westlichen Welt war, anonsten waren da ausnahmslos Malaysier (bis auf wenige Ausnahmen aus anderen asiatischen L├Ąndern und einen Nigerianer).

Im Endeffekt kam es sogar so weit, dass ich mich au├čer f├╝r die Singerei im Chor noch f├╝r das anregende Vorlesen diverser besinnlicher Zwischenreflektionen (auf Wunsch von Sister Margerete, die das St├╝ck geschrieben hat und mich in einer einst├╝ndigen Privataudienz voller Hingabe in diese Texte eingef├╝hrt hat), f├╝r die Synchronisation vom fiesen K├Ânig Herodes (dessen Darsteller war des Englischen nicht so hunderprozentig m├Ąchtig…) und f├╝r das besagte Vortragen der ersten Strophe von “Stille Nacht” nach dem eigentlich Musical zur Verf├╝gung gestellt habe.

Hier ist mal eine kleine Kostprobe des Musicals:

Aufgenommen wurde dies allerdings nicht bei der eigentlich Vorf├╝hrung, sondern bei einer Probe eine Woche vorher. Nicolas hat w├Ąhrend der Auff├╝hrung zwar gefilmt, aber die Quali ist eher mies. Ein paar Fotos gibts aber! Auch wenn es auf den Fotos nicht danach aussieht, aber die Kirche war ziemlich voll mit Zuschauern.

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Pulau Langkawi

So hei├čt die sch├Âne Insel, auf die Victor, dessen Freundin Ines, Nicolas und ich vorvergangenes Wochenende gefahren sind. Nachdem wir ja am Freitag Abend eigentlich schon loswollten aber keinen Bus mehr bekommen haben, sind wir im Endeffekt am Samstag Mittag in den Bus gestiegen. Bl├Âderweise waren wir aber erst so gegen neun Uhr abends am F├Ąhranleger in Kuala Perlis. Zu dem Zeitpunkt fuhr nat├╝rlich keine F├Ąhre mehr… Also haben wir uns eine Unterkunft suchen m├╝ssen. Passenderweise war die Tochter der Besitzerin unseres Hotels die Inhaberin des bekanntesten Seafood-Restaurants im Ort und hat uns auch gleich, freundschaftlich (und auch wohl gesch├Ąftst├╝chtig) gesinnt, wie sie war, in ihrem Auto zu ihrem Restaurant gebracht. Allerdings hat sich das sehr gelohnt! Ein sehr edles Essen war es. F├╝r umgerechnet etwa 5 Euro pro Person ;-) Dieses Land ist super!

Am Sonntag sind wir endlich auf Langkawi angekommen und haben es uns dann bis zum kommenden Dienstag als Touristen gutgehen lassen!

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Deepavali in Little India

Eigentlich wollten wir (das hei├čt in diesem Falle Nicolas, Victor, dessen Freundin Ines, die ihn f├╝r zwei Wochen besucht hat und ich)┬á ja vorvergangenen Freitag Nacht das lange Wochenende nutzen (am Dienstag darauf war hier Feiertag und den Montag hatten wir uns freigenommen), um auf das sch├Âne Inselchen Langkawi zu reisen. Nun, wir haben uns am Freitag Abend auf den Weg zum Busbahnhof gemacht, um einen Nachtbus f├╝r die 7-st├╝ndige Reise zu bekommen. Wir standen dann so am Busbahnhof Puduraya (einem der diversen gro├čen Busbahnh├Âfe Kuala Lumpurs) rum und es waren tats├Ąchlich alle Busse schon v├Âllig ausgebucht. Langes Wochenende halt…. Mist. Es war zu dem Zeitpunkt auch schon nach zw├Âlf und es fuhr auch kein Komuter (eine Art S-Bahn) mehr zur├╝ck nach Seri Kembangan, wo wir wohnen. Was tun? In die Stadt! So sind wir durch die Gegend gestromert und irgendwann in Little India gelandet. Was an diesem Abend super war, da die Feierlichkeiten zu Deepavali schon begonnen hatten!

Was ist Deepavali? Deepavali, auch Diwali genannt, ist das Hindu-Lichterfest, das h├Âchste Fest des Hinduismus im Jahr, von der Bedeutung her mit Weihnachten oder dem muslimischen Opferfest vergleichbar. Passend zum Namen Lichterfest wird das ganze mit ordentlich Feuerwerk und sch├Ân geschm├╝ckten Stra├čen gefeiert. Wir sind dabei in Little India auf einen Deepavali-Markt gesto├čen. Seltsamerweise waren wir sogar die einzigen Nicht-Indier an diesem Abend an diesem Platz, haben uns am Blumenschmuck erg├Âtzt und uns Henna-Tattoos machen lassen. Leider Gottes hat mein Tattoo lediglich einen Tag gehalten… Ich Elefant bin, bevor die Farbe vern├╝nftig trocken war, gelegentlich mit ihr gegen alles m├Âgliche gesto├čen…

Ein sch├Âner Abend, der das Verpassen des Busses zu einer G├╝te des Schicksals hat werden lassen.

 

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In malaysischen Z├╝gen

… ist Knutschen verboten! Weil das unanst├Ąndig ist┬á ;-) .

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Das gilt nebenbei bemerkt f├╝r alle ├Âffentlichen Orte. Sollte man dies nicht befolgen kann das durchaus ernste Konsequenzen haben,┬ábis zu ein Jahr Gef├Ąngnis und mehrere Tausend Dollars. Dies ist eine der Konsequenzen des Islam, der hier Staatsreligion ist. K├╝ssen und sogar H├Ąndchen halten ist erst erlaubt, wenn die entsprechenden Personen miteiner verheiratet sind. Die Geschlechter sollen sich halt nicht zu nahe kommen. Dementsprechend gibt es in malaysischen Z├╝gen sogar eigene Waggons nur f├╝r Frauen.

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Die chinesch- und die indischst├Ąmmigen Malaysier, die gemeinsam etwa 30 % der Bev├Âlkerung ausmachen, sehen das alles zwar etwas lockerer, die Gesetzgebung liegt in diesem Land aber in der Hand der Malaien und es ist gesetzlich geregelt, dass nur muslimische Einwohner Malaien sein k├Ânnen (sofern sie des Weiteren die malaiische Sprache sprechen und malaiische Traditionen folgen). Somit ist hier dementsprechend alles einen ganzen Tacken konservativer. Schon oberk├Ârperfrei auf die Stra├če zu gehen kann zu einer Geldstrafe f├╝hren. Homosexualit├Ąt ist sogar offiziell verboten! Schwul oder lesbisch zu sein kann in diesem sch├Ânen Land tats├Ąchlich zu bis zu 20 Jahren Haft f├╝hren…

Europ├Ąischen Besuchern gegen├╝ber wird das ganze aber in der Regel nicht ganz so streng ausgelegt. Und man muss auch sagen, dass dieses Land insgesamt gesehen im Vergleich zu anderen muslimischen L├Ąndern als eher liberal einzustufen ist. So ist zum Beispiel Islam die Toleranz gegen├╝ber anderen Religionen (dies betrifft haupts├Ąchlich den Hinduismus der Inder, den Buddhismus der Chinesen und das Christentum, das in allen Bev├Âlkerungsteilen vorhanden ist) in der Regel vorhanden und die Religionsfreiheit garantiert ist. Nichtsdestotrotz wird der Islam mehr oder weniger offiziell┬ábevorteiligt. ├ľffentliche ├ämter werden bspw. nur mit Malaien besetzt, was ebenso f├╝r die Polizei gilt.

Wen es interessiert, hier bzw. hier gibts mehr dazu!

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Tee und tropischer Regen!

Der gute Daniel, bzw. Fazley wie er eigentlich hei├čt, hat uns vergangenes Wochenende mit zu den Cameron Highlands genommen. Das ist eine Region inmitten der Gebirgskette, die sich im Zentrum der malaiischen Halbinsel befindet. Hier wird Tee angebaut. Ohne Ende Tee. Zum Beispiel der Tee, der auch die Grundlage f├╝r den fabelhaften Teh-Ais bildet. Ein ziemlich idyllisches Fleckchen! Und ziemlich angenehm temperiert. Im Mittel herrschen an diesem Ort nur so etwa 22 Grad ├╝ber Tag. Ein Traum!!

Leider Gottes ist dieses idyllische Fleckchen aber dennoch nicht vor den Auspr├Ągungen der Rainy Season gefeit. Dementsprechend haben wir den ein oder anderen Tropfen Wasser abbekommen, besonders am Sonntag. Aber gut, machste nix. Wir hatten dennoch unseren Spa├č :-)

Samstag waren wir erst auf dem Gipfel vom Gunung Brinchang, sind dann ├╝ber den Gipfelkamm in Richtung eines anderen Berges ├╝ber einen Regenwaldtrail gewandert, wie er im Buche steht! Anschlie├čend waren wir noch auf einer Gem├╝se-Farm und auf der Tee-Plantage von Teh-Boh, dem bekanntesten malaysischen Tee-Produzenten. Sonntag: Eine Art botanischer Garten und noch eine Tee-Plantage. Und vielviel Regen! ;-)

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So sah das dann zwischendurch aus ;-) . Die in diesem Video zu sehenden unbekannten Franzosen sind uns ├╝brigens auf dem Weg begegnet.

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Regen ist sch├Ân! ;-)

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Das Islamische Opferfest

Vergangenen Dienstag war in Hari Raya Haji bzw. ─¬du l-AߪŹßŞą─ü bzw. einfach nur Islamisches Opferfest. An diesem Tag wird der Bereitschaft Mohammeds gedacht, seinen eigenen Sohn Allah zu Ehren zu opfern. Der Stellenwert dieses Festtages in der muslimischen Welt ist mit unserem Weihnachten zu vergleichen. Es kommt die gesamte Familie zusammen, feiert zusammen und man schlachtet zusammen ein Opfertier auf muslimischer Art.┬áW├Ąhrend es sich im Gro├čteil der muslimischen Welt in der Regel um einen Widder handelt, muss in Malaysia meist ein Wasserb├╝ffel dran glauben

Wir vier wurden an diesem Tag von Daniel eingeladen, mit zu seiner Gro├čmutter auf dem Land zu kommen, zu der der Rest seiner Familie ebenfalls eingeladen war. Wir nahmen die Einladung sehr gerne an und kamen gegen Mittag bei seiner Famlie an. Das Spektakel des Sch├Ąchtens haben wir aber verpasst, das hatte morgens schon stattgefunden. Wir kamen p├╝nktlich zum Verspeisen des guten Tieres! Vorher kam aber noch der ├Ârtliche Imam vorbei und hat das entprechende Gebet gesprochen/gesungen. F├╝r die M├Ąnner. Die Frauen haben separat gebetet. Hab mal ein Video vom Gebet gemacht. Zugegeben, darin passiert nicht das meiste… Und verstehen kann man auch nichts, ist halt alles auf Arabisch… Hab das ganze auch nach 5 Minuten┬áabgebrochen, insgesamt hat das Gebet eine knappe halbe Stunde gedauert.

Anschlie├čend gabs dann den B├╝ffel. Sehr lecker, kann ich sagen! Die ganze Zeit ├╝ber wachte dabei der Sch├Ądel des guten Tieres auf einem Pfahl ├╝ber das Buffet. So als Troph├Ąe quasi.

Wir wurden sehr freundlich von der ganzen Familie aufgenommen und wie es dann so kommt, waren wir als Europ├Ąer sehr beliebte Dekorationsgegenst├Ąnde und mussten dementsprechend oft f├╝r Fotos herhalten. Irgendwie witzig!

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